Die Otto-Sinfoniker

Wir sind ein Liebhaberorchester, das seit 1983 besteht. Dem Orchester gehören Menschen mit den verschiedensten Berufen an: Lehrerinnen, Ärzte, Juristinnen, Therapeuten, EDV-Spezialistinnen, Erzieher und viele andere zwischen 17 und 70, aber vor allem in der Mitte des Lebens, musizieren mit großer Begeisterung zusammen.

Unser Name "Otto-Sinfoniker" leitet sich ab vom Probenort, nämlich einem Gemeindesaal in der Ottostraße in Berlin-Moabit, wo wir uns jede Woche zu dreistündiger Probenarbeit treffen, bevor wir uns in der Kneipe den vielfältigsten Diskussionen hingeben.

Wir geben jeweils im Frühjahr und im Herbst öffentliche Konzerte, die zumeist in großen Berliner Kirchen stattfinden und dank unseres großen Freundeskreises stets sehr gut besucht sind - nicht zuletzt deshalb, weil wir die Konzerte auflockern und einen geselligen Abschluss gestalten, was uns einen besonderen Ruf verschafft hat. Der Eintritt ist immer frei, aber wir sammeln Spenden für neue Noten, neue Pauken und unsere Konzertreisen.

Am Tag danach geben wir jeweils ein zweites Konzert, das in Gefängnissen, in Kliniken und anderen öffentlichen sozialen Einrichtungen oder in Kirchen stattfindet mit dem Ziel, mit unserer Musik auch den Menschen eine Freude zu bereiten, die eher am Rande der Gesellschaft stehen. Dabei bitten wir um Spenden z.B. für die Berliner Obdachlosenarbeit, die Bahnhofsmission, die Telefonseelsorge, die Integration ausländischer Mitmenschen, für verfolgte Schriftsteller, für eine Suppenküche in der Ukraine, ein Kinderheim in Litauen, ein Kinderkrankenhaus im Senegal oder für die Förderung der Gefängnisseelsorge. Vor allem Organisationen, die sich für Menschenwürde und -rechte einsetzen, unterstützen wir mit unseren Benefizkonzerten.

Von Barock über Klassik und Romantik bis zur Moderne erstreckt sich das Programm des Orchesters. Und besonders stolz sind wir auf Uraufführungen von Werken, die eigens für uns komponiert wurden, u.a. von Thomas Holm, Johannes Reiche und Olaf Lorenz.

Viele Otto-Sinfoniker sind zudem kammermusikalisch tätig, machen Salonmusik oder treffen sich zu Musikworkshops. Besondere Erlebnisse waren unsere Konzertreisen nach England im Jahre 2001, nach Estland im Sommer 2004 und nach Ungarn im Herbst 2008.